Fr, 20.November 1998, 18.00 Uhr, PFL
Film- und Medienbüro präsentiert:
Porträt Trinh T.Minh-ha
Wie der Titel andeutet, arbeitet Trinh T.Minh-ha in diesem Film über
indigene Architektur in verschiedenen westafrikanischen Landschaften und
deren häuslichen Lebensräumen.
Es ist der 2. Film von Trinh T.Minh ha, den sie nach einem längeren
Aufenthalt im Senegal als Lehrende für Musik gedreht hat. Sie arbeitet hier
mit Dauer und dezentrierter Kreisbewegung, und dem Verschlucken von
gefilmten Personen während einer Einstellung. Ganz anders als in ihrem
ersten Film REASSEMBLAGE, dessen unterbrochene Fahrten, Achsensprünge und
mehrfache Kadrierungen. Trinh T. Minh-ha hat in jedem ihrer Filme andere
Mittel gewählt, um den Aneignungen zu entkommen.Die Zuschau-erInnnen werden
in einen meditativen und kritischen Prozess des Sehens, Hörens und Zuhörens
verwickelt. Der Kommentar blendet sich zu gewissen Zeiten ein, dann
überschneidet er sich wieder mit den Klängen des alltäglichen afrikanischen
Lebens, und die Stimmen inklusive Trinhs eigener fragen nicht nur danach,
was man sieht, sondern danach was man sehen kann. Es sprechen drei
verschiedene Stimmen, die einen afrikanischen, einen westlich-analytischen
und einen subjektiven Ort repräsentieren, ohne dies in Eindeutigkeit zu
zementieren.
Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 1.Nov.98 by Bertram